Einstieg in eCommerce

Liebe Selbständige in Gröbenzell,

wir möchten Sie an dieser Stelle auf ein Schreiben der Gemeinde Gröbenzell hinweisen zum Thema Neue Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen.

Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer,

ich will Sie in diesem Mailing auf ein neues kostenloses Unterstützungsangebot des bayrischen Wirtschaftsministeriums hinweisen. In der momentanen wirtschaftlich schwierigen Lage müssen sich viele Unternehmen neu erfinden und Geschäftsprozesse umstrukturieren. Das bayrische Wirtschaftsministerium will dabei mit kostenlosen Webinaren und individuellen Beratungsangeboten zum Thema Digital- und E-Commerce unterstützen. Dazu wurde ein neues Unterstützungsportal ins Leben gerufen.

Das nächste Webinar findet bereits morgen am 24.04.2020 um 12.00 zum Thema „Einstieg in den E-Commerce – Jetzt online durchstarten!“ statt.

Unterstützungsportal: https://soforthilfe-handel.bayern/

Pressemeldung von Hr. Aiwanger: https://www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/pressemeldung/pm/43382/

Nutzen Sie diese Beratungsmöglichkeiten nach Bedarf und bilden Sie sich zukunftsorientiert weiter.

Update Unterstützung und Förderung von Unternehmen und Selbständigen

der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell hat für Sie noch einmal eine Liste mit Links und Informationen zusammengestellt, mit der wir Ihnen einen kurzen Überblick zu den aktuellen Fördermöglichkeiten und Anträgen geben möchten.

Weiter unten finden Sie Informationen zu:
• Corona Soforthilfe-Antrag jetzt Online
• Corona-Krise macht kurzfristige Arbeitnehmerüberlassung möglich
• Kurzarbeitergeld beantragen bei der Arbeitsagentur
• SupportMyLocals – neue zentrale Plattform für Unternehmen
• KfW-Corona-Hilfe
• LfA Unterstützungsmöglichkeiten
• Zusammenfassung der Sofortmaßnahmen, Förderungen, Arbeitsausfall, Arbeitsschutz usw. von der IHK
• Erstattung-Umstatzsteuer-Vorauszahlung
Zudem möchten wir Sie noch einmal auf unsere Liste mit Gröbenzeller Betrieben hinweisen.
Auf unserer Website www.sig.bayern haben sich bereits über 60 Betriebe kostenlos mit ihren Angeboten und Services eintragen lassen. Möchten Sie auch noch auf der Liste erscheinen, so reicht eine Email mit den Informationen an kontakt@sig.bayern
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und weiterhin viel Erfolg

Viele Grüße
Thomas Decker

  1. Vorsitzender

Update: Corona Soforthilfe-Antrag
Wer einen Liquiditätsengpass hat und bereits zuvor einen Antrag auf bayerische Soforthilfe gestellt hatte (bis zu 5.000 Euro bzw. bis zu 7.500 Euro), der kann einen Folgeantrag stellen um die Differenz zur neuen, höheren Summe auszugleichen.“
Anträge auf die Corona-Soforthilfe des Freistaates Bayern und der Bundesregierung können ab sofort über ein einheitliches Online-Formular gestellt werden.

Online Formular zur Soforthilfe

Corona-Krise macht kurzfristige Arbeitnehmerüberlassung möglich
Krisenbedingt können viele Unternehmen Mitarbeiter zurzeit nicht einsetzen, in anderen Bereichen fehlt Personal. Eine kurzfristige, erlaubnisfreie Arbeitnehmerüberlassung ist in diesen Fällen nach Einschätzung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) aufgrund einer Ausnahmeregelung möglich.

Mehr zu diesem Thema

Kurzarbeitergeld
wie Sie schon vielleicht in den Medien gelesen haben, ist es zur Zeit möglich Ihre Mitarbeiter in Kurzzeitarbeit zu schicken. Dies beudeutet, dass wir als Arbeitsagentur Ihnen Ihre Lohnausgaben an Ihre Mitarbeiter erstatten. Ausserdem helfen wir Ihnen Zuschüsse für Ihr Unternehmen beim Bund und der Landesbank zu beantragen. Sollten Sie diese Hilfen in Anspruch nehmen wollen, brauchen wir von Ihnen folgende Angaben:

  • Name und Anschrift des Unternehmens
  • Name und Andresse des Firmeninhabers
  • Steuernummer des Unternehmens (falls vorhanden)
  • Steuer ID Firmeninhabers
  • Personalausweis oder Passnummer des Firmeninhabers
  • Betriebsnummer (falls vorhanden)
  • Anzahl der Mitarbieter
  • Die Namen und Sozialversicherungsnummern der Mitarbeiter
    Bitte senden Sie die Daten an: kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de
    Wir werden Ihre Anfrage in kürzester Zeit bearbeiten
    Anbei noch Informationen zum Kurzarnbeitergeld und Coronahilfen:
    Hinweis: Aktuelle Änderungen zum Kurzarbeitergeld können Sie dem Bundesgesetzblatt vom 16.03.2020 entnehmen: https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/mit-kurzarbeit-gemeinsam-beschaeftigung-sichern.html

Zu Ihrer weiteren Information finden Sie zwei Videos zu diesem Thema unter:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video
Einen – nicht verbindlichen – Rechner zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes finden Sie unter:
https://www.smart-rechner.de/kurzarbeit/rechner.php

Gröbenzeller Unternehmen mit Lieferung und Waren To-Go
Die Selbständigen in Gröbenzell e.V. (SIG e.V.) haben in Anbetracht der aktuellen Situation angefangen eine Liste mit Betrieben und Einrichtungen zusammen zu stellen, die Ihre Waren und Dienstleistungen weiterhin anbieten. Mit dieser Liste möchte der SIG Ihnen eine Übersicht zu den Betrieben und Einrichtungen geben, die liefern, helfen, beraten oder Waren To-Go anbieten.

Sehen Sie die Liste mit bereits über 60 Gröbenzeller Unternehmen hier

SupportMyLocals
Für jedes Unternehmen, das Hilfe benötigt & für jeden, der Helfen möchte. SupportMyLocals.com ist die zentrale Plattform für alle Unternehmen, die von der Krise betroffen sind.
Mehr über SupportMyLocals erfahren

Wichtige Informationen für die Gemeinde Gröbenzell während der Corona Pandemie
Die neu initiierte Nachbarschaftshilfe in Krisenzeiten „Hilfe in Gröbenzell“ richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger in Gröbenzell, die in der aktuellen Krisensituation Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglichen Aufgaben benötigen – vor allem an Personen, die aufgrund von Alter oder Vorerkrankung besonders gefährdet bzw. isoliert sind. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden dazu aufgerufen für hilfsbedürftige Mitbürger*innen Einkäufe oder andere Besorgungen zu übernehmen. Die Koordination von Helfern und Hilfesuchenden erfolgt über die Gemeinde.

Alle Informationen auf der Website der Gemeinde Gröbenzell

KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen
Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten und benötigen einen Kredit? Um Ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, können Sie jetzt einen KfW-Kredit erhalten. Den Kredit beantragen Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse. Bereiten Sie jetzt Ihren Antrag vor – damit Ihr Bankgespräch schneller zum Ziel führt.

Alle Informationen zu den KfW Krediten finden Sie hier

Die LfA hilft Unternehmen mit Krediten und Risikoübernahmen.
Wenn Sie einen Kredit, eine Haftungs¬freistellung oder Bürgschaft der LfA nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank (Bank oder Sparkasse). Die LfA bearbeitet keine Direktanträge. Die Beantragung und Auszahlung von LfA-Krediten erfolgt bei der Hausbank.

Alle Informationen zu den Angeboten der LfA finden Sie hier

Corona-Virus: Sofortmaßnahmen, Förderungen, Arbeitsausfall, Arbeitsschutz usw.
Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Welche Betriebsschließungen gelten, welche Sofortmaßnahmen greifen, wie sieht es mit Arbeitsschutz und Kurzarbeitergeld aus – die IHK informiert. Hier bekommen Sie Antworten!

Alle Informationen auf der IHK Website

Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater
In der letzten Zeit gibt es diverse neue Möglichkeiten, wie der Staat zusätzliche Unterstützungen anbietet. Bei diesen Themen empfehlen wir Ihnen sich direkt mit Ihrem Steuerberater zu sprechen:
• Erstattung Umsatzsteuer-Vorrauszahlung
Zur Schaffung von Liquidität hat das Bayerische Finanzministerium für die von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen die Möglichkeit geschaffen, die Umsatzsteuer-Zahlungen für die Dauerfristverlängerung (sogenanntes 11-tel), welches bereits im Februar bezahlt werden musste, wieder zu erstatten. Die Dauer-Fristverlängerung für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen bleiben dennoch bestehen.

• Anträge auf Stundung und Hearbsetzung von Steuerzahlungen
Bereits fällige Steuerzahlungen, aber auch die Vorauszahlungen für 2020 können herabgesetzt werden. Allerdings sind hierfür die Maßgaben sehr eng gesteckt und müssen daher direkt mit einem Steuerberater besprochen werden, damit keine falschen Angaben erfolgen.

Corona: Wie Selbstständige und Unternehmen die Krise überbrücken
Hunderttausende Selbstständige bangen in der Corona-Krise um ihre Existenz, Millionen Arbeitsplätze sind in Gefahr. Bund und Länder haben inzwischen eine Vielzahl von Hilfsprogrammen auf den Weg gebracht. Welche Hilfen können Sie jetzt bekommen? Wer ist Ihr Ansprechpartner dafür? Finanztip gibt Ihnen einen aktuellen Überblick.

Jetzt ganzen Artikel lesen

Technische Unterstützung gesucht

Der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell hat eine Anfrage der Johannes Apotheke erhalten, die wir gerne an Sie weiterleiten würden: 

Die Johannes-Apotheke stellt aktuell jede Woche mehrere hundert Liter Desinfektionsmittel für die von uns versorgten Krankenhäuser in der Umgebung her. Da die Nachfrage immer größer wird, werden auch unsere Ansätze immer größer und herausfordernder. Daher wende ich mich an Sie in der Hoffnung, über Ihr Netzwerk evtl technische Unterstützung zu finden.
 

Wir suchen leihweise
eine geeichte Waage, die mehr als 15kg abwiegen kann
ein Rührwerk für IBC-Container
– Absperrbarer Container für IBC-Tanks (Größe für 3 IBC-Tanks à ca. einer Industriepalette)

Wenn ein Unternehmen in der Umgebung derartiges hätte und uns damit in der aktuellen Lage unterstützen könnte, wären wir sehr dankbar!

Die Kontaktdaten wären: 
Johannes-Apotheke Klinikversorgung
Christian Sickau
Industriestraße 51
D-82194 Gröbenzell
Telefon: +49 8142 65274 – 0
Telefax: +49 8142 65274 – 20
christian.sickau@johannes-apo.de
www.johannes-apo.de

Die Johannes Apotheke würde sich sehr über positive Rückmeldung freuen. 

Viele Grüße
Thomas Decker
1. Vorsitzender

SIG Stammtische für Freiberufler und Gewerbetreibende

Der Vorstand des SIG e.V. hat beschlossen im Hinblick auf die aktuelle Lage die SIG Stammtische für den Moment abzusagen.

Soweit es uns wieder möglich ist, versuchen wir die Stammtische wieder ab Juni regelmäßig stattfinden zu lassen. Ab dann gilt wieder jeden ersten Montag im Monat ab 19:30 Uhr in Sam’s Cantine.

Alle Veranstaltungen und Anmeldungen finden Sie auch auf unserer Veranstaltungsübersicht.

Der Vorstand des SIG e.V. wünscht Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund

Viele Grüße
Thomas Decker
1. Vorsitzender

Staatliche Hilfe für Unternehmer während der Corona-Krise & allgemeine Informationen

Das Coronavirus betrifft immer mehr Unternehmen: Wie gehen Sie mit der Pandemie im Unternehmen um? Was tun, wenn Arbeit ausfällt? Wie funktioniert Kurzarbeit? Gibt es Förderung in Notlagen? Wie sieht es mit Dienstreisen aus? Wie sieht es im Reiserecht und Vertragsrecht aus? Und wie sind die Regeln für Homeoffice? Wir haben Ihnen eine Liste von Websites und Informationen zusammengestellt, die für Sie wichtig sein können.

Die Liste ist nicht abschließend und wird gegebenenfalls auf unserer Website sig.bayern erweitert.
Zusätzlich finden Sie am Ende der Email die Möglichkeit Formularanträge direkt herunterzuladen.

Allgemeine Informationen:

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie:

Hotline (089) 2162-2101

https://www.stmwi.bayern.de/coronavirus/

Industrie- und Handelskammer Deutschland:

https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/faq-19594


Industrie- und Handelskammer München:
https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Recht-und-Steuern/Arbeitsrecht/Bestehende-Arbeitsverh%C3%A4ltnisse-K%C3%BCndigung-und-Sozialversicherung/Corona-Virus-Dienstreisen-Arbeitsausfall-Arbeitsschutz/


IHK Hotline zum Corona-Virus 089 51116 – 0


Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen (Regierung von Oberbayern)

https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/presse/aktuelle_meldungen/2020/am07/
Fördermittel-Hotline 089 2176-1166

https://www.foerderdatenbank.de/SiteGlobals/FDB/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?submit=Suchen&filterCategories=FundingOrganisation&filterCategories=FundingProgram&cl2Processes_Foerderbereich=corona

Kurzarbeitergeld

Nach Rücksprache mit der Agentur für Arbeit erhalten Sie eine ERSTE Information zu möglichen Unterstützungen seitens der Agentur bei möglichen Arbeitsausfällen (z. B. hier vor allem die Kurzarbeit betreffend), die in Zusammenhang mit der Corona-Virus-Epidemie stehen:

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Arbeitsrechtliche Belange

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html

Kurzarbeitergeld beantragen

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/bundestag-kurzarbeitergeld-1729626

Finanzielle Förderung

Den Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprogramme und Bürgschaften der LfA Förderbank Bayern zur Verfügung, Förderberatungsnummer (089) 2124 -1000. Informationen hierzu sind abrufbar unter


LfA Förderbank Bayern.
https://lfa.de/website/de/aktuelles/_informationen/Coronavirus/index.php

KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen
https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html


Steuererleichterungen

Der Freistaat Bayern hat für entsprechende Anträge ein sehr einfach gehaltenes Formular „Steuererleichterungen aufgrund des Coronavirus“ ins Netz gestellt.
Konkrete Vorgaben zur Art der Beeinträchtigungen gibt es nicht.
Ein Nachweis muss dem Antrag nicht beigelegt werden.

  • Die Stundung ist vorerst über drei Monate vorgesehen. Sie kann für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer beantragt werden.
  • Die Kürzung von Vorauszahlungen kann mittels des Formulars für die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer beantragt werden.
  • Vollstreckungsmaßnahmen setzt die bayerische Finanzverwaltung bei unmittelbarer Betroffenheit bis Jahresende aus. Das muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden, ein Formular dazu gibt es nicht.
  • Eine Stundung der Gewerbesteuer müssen Unternehmen bei der zuständigen Kommune beantragen.

Hotline: 089 2176 – 11 66


Infos für Hotellerie und Gastronomie

Alle Informationen für Hotelleri- und Gastronomiebetriebe finden Sie auf von der DEHOGA Website:

https://www.dehoga-bayern.de/aktuelles/coronavirus/merkblaetter-checklisten/


Kostenloser Home-Office-Guide bei t3n

Aufgrund der Corona-Pandemie wechseln auch in Deutschland ganze Unternehmen ins Homeoffice. Doch wie geht das eigentlich – und was müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei beachten?
Hier finden Sie ein Anleitung für das Home Office.

https://t3n.de/guides/corona-home-office-guide/

Technische Hilfsmittel für  das Home Office

Sollte Ihr Unternehmen noch nicht auf Home Office vorbereitet sein, so gibt es auch hierfür Möglichkeiten. Große Technikkonzerne wie Microsoft und Google stellen Ihre professionellen und anosonsten kostenpflichtigen Tools für die digitale Zusammenarbeit kostenlos zur Verfügung:


Videochat von Lifesize:
https://signup.lifesize.com/

Chatprogramm mit Videofunktion von Pronto:
https://pronto.io/coronavirus/

Microsoft Teams für Aufgabenverwaltung, Dokumentenaustausch und Chats:
https://products.office.com/en-us/microsoft-teams/free?&OCID=AID2000955_SEM_Xe7cUAAAAHnJziPd:20200228221128:s&msclkid=54b052bc6b1f119cd58f0ce5fb12755d&ef_id=Xe7cUAAAAHnJziPd:20200228221128:s

Sichere Passwortverwaltung und Passwortaustausch mit Kollegen:
https://blog.1password.com/covid-19-response/

Wir hoffen Ihnen als Gewerbetreibende und Selbständige mit dieser kurzen Übersicht eine erste Hilfestellung für diese außergewöhnliche Situation liefern zu  können.
Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese ungewöhnliche Zeit.
Alles Gute wünscht Ihnen der gesamte Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell.

Viele Grüße
Thomas Decker
1. Vorsitzender

SIG meets Ingo Priebsch (Die Grünen)

Am gestrigen Montag, den 09.03 fand die letzte SIG meets Veranstaltung im Rahmen der Kommunalwahl 2020 statt. Zum Abschluss der Reihe freute sich der Vorstand des SIG e.V. den Bürgermeisterkandidaten der Grünen Ingo Priebsch begrüßen zu dürfen.

Nach einer kurzen Einleitung durch den 1ten Vorsitzenden des SIG e.V. Thomas Decker, hatte Herr Priebsch die Gelegenheit sich vor der Fragerunde persönlich vorzustellen.

Der 57 jährige Bürgermeisterkandidat der Grünen begann seinen persönlichen Vortrag mit seinem ganz individuellem Werdegang. Hier erläuterte er, wie er bereits mit 18 Jahren in der Schülerunion politisch aktiv war. Danach konzentriere er sich jedoch mehr auf seine Karriere und war in den darauffolgenden Jahren eher passiv politisch aktiv. Doch als er feststellte, dass in Deutschland immer mehr rechtspopulistische Meinungen vertreten wurden, entschied er sich wieder aktiv zurück in die Politik einzusteigen. So fand Herr Priebsch, der seit 8 Jahren in Gröbenzell wohnt, zum Ortsverein der Grünen Gröbenzell.
Nach einer kurzen Erläuterung über seinen beruflichen Werdegang resümierte Herr Priebsch: „Ich habe im Ausland, in der Provinz, in der Großstädte und kleinen Gemeinden gewohnt. Aber eines habe ich festgestellt. In Gröbenzell möchte ich bleiben und für diesen Ort neue Ideen und Konzepte entwickeln“

Mit diesem Satz leitete Herr Decker dann direkt über in den Frageteil der Veranstaltung.

Thomas Decker – Thema Kirchen-/Bahnhofstraße:

Wie soll es konkret weitergehen, nachdem ISEK abgeschlossen ist und vermutlich auch der neue Bebauungsplan für die Bahnhofstraße beschlossen wird?

Ingo Priebsch:

  • Seit dem 05.03. ist der Bebauungsplan für die Bahnhofstrasse als Teil von ISEK verabschiedet. Bahnhofstrasse hat jetzt Prio 1. (40% durch Gemeinde getragen, Privateigentümer werden unterstützt). Prio 1a Kirchenstrasse und Rathausstrasse.
  • Gesunde Mischung aus kleinteiligem Gewerbe, Gastronomiebetrieben und Geschosswohnungsbau. Wohnungen sollen zu einem großen Teil als öffentlich geförderter, bezahlbarer Wohnraum gebaut werden, Erbbaurecht. BGM erster Ansprechpartner und Werber für Gewerbe-Ansiedlungen. Besonders für nachhaltig und ökologisch arbeitende Unternehmen.
  • Verkehrskonzept entwickeln. Dabei möchte ich die Möglichkeit einer Begegnungszone im Bereich der südlichen Bahnhofstrasse prüfen. Prinzip: Eislaufplatz, Bsp.Nagold
  • Die Errichtung von Trinkwasserbrunnen zur gesunden Flüssigkeitszufuhr und Plastikflaschen vermeiden.

Thomas Decker – Thema Gewerbegebiet:

Wie stehen sie zu einer generellen Parkzeitbeschränkung, nachdem diese in der Danziger Straße eingeführt wurde/wird?

Ingo Priebsch:

Parkzeitbewirtschaftung ist dann notwendig und richtig, wenn mehr Nachfrage als Parkraum besteht. Wenn wir unser Zentrum für Besucher attraktiver machen wollen, dann müssen wir den Umschlag an Parkenden erhöhen und gleichzeitig dafür sorgen, dass andere Verkehrsmittel attraktiv werden. Ich kann mir sehr gut eine freie 30 Minutendauer und eine bezahlte Höchstparkdauer von max. 2 Stunden in der Kirchenstrasse, Rathausstrasse und Bahnhofstrasse vorstellen. Auch lt. ISEK andere Parkplatzanordnung, nämlich schräg.

Thomas Decker – Thema Förderung des Gewerbes:

Würden Sie als Bürgermeister gezielt Maßnahmen ergreifen, um die örtlichen Selbstständigen und Gewerbetreibenden zu unterstützen. Wenn ja, wie?

Ingo Priebsch:

  • Grundsätzlich ist der BGM der erste Wirtschaftsförderer der Gemeinde – Branchenmix, ökologisch und nachhaltig wirtschaftende Betriebe
  • Raphael Morhard seit 01.02. Wirtschaftsförderer der Gemeinde – Bestandsaufnahme
  • Homepage aktuell halten (Bsp. FFB Schau: Info für 2018)
  • Grundsätzlich regelmäßige Treffen zwischen SIG und BGM. Direkte Vorsprache, feste Termine.
  • Unternehmerfrühstück 4 x im Jahr (ggf. mit mehreren Gemeinden) . BGM hilft bei der Beschaffung interessanter Referenten aus dem öffentlichen und Wirtschaftsbereich
  • Lokale Arbeitsplätze halten und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört z.B. auch, drüber nachzudenken aus reinen Wohngebieten, allgemeine Wohngebiete zu machen. Bsp.Bereich Freya-Straße, das reines Wohngebiet ist und 46 Gewerbebetriebe beherbergt.
  • Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln durch Wirtschaftsförderer. Vernetzen der Unternehmen mit den Nachbargemeinden. Gerade bei der Idee einer Gründerwerkstatt eher die Gemeinden im Umkreis mitnehmen, da sonst zu kleinteilig.
  • Gewerbesteuerhebesatz nicht erhöhen aber auch nicht senken, bevor Rechenmodelle nachvollziehbar sind
  • Marktsonntag mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde – klare Aussage für diese. Weiterer Ausbau der Stromkästen
  • Erfahrungen beim Stadtmarketing (Bsp. „Mein Olching.de“) untersuchen und Maßnahmen ableiten.

Thomas Decker:

Können sie sich eine gezielte Unterstützung/Förderung durch die Gemeinde bei der E-Mobilität für Unternehmen vorstellen. Welche Maßnahmen sehen sie?

Ingo Priebsch:

  • Kommunen sind die Träger der Klimaschutzmaßnahmen. Es ist unser aller Aufgabe, hier mit gutem Bsp. Voranzugehen – Bsp. E-Fahrzeuge Bauhof
  • Infotag für Unternehmen durch „Bayern Innovativ“
  • „Fördermittel Ladeinfrastruktur“ prüfen und abrufen
  • Photovoltaikanlagen samt Ladestationen im Gewerbegebiet und Parkplätzen prüfen. 
  • Förderung von E-Lastenrädern für das Gewerbe mit bis zu 1.500 € wie z.B. in Wolfratshausen

Thomas Decker:

Welche Unterstützung würden sie für Unternehmen bieten, um energieeffizienter zu arbeiten, bei z.B. energetische Sanierung der Gebäudehülle; Einsparungen in der Produktion; Fotovoltaik etc.

Ingo Priebsch:

  • Alle Anlagen lassen sich optimieren. Das haben Erfahrungen in der Praxis gezeigt. Betriebsoptimierungen und technische Verbesserungen bewirken mit oft geringem Aufwand große Einsparungen. Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima, und der Komfort steigt.
  • Bayern Innovativ buchen und Infoveranstaltung in Gröbenzell veranstalten. Bayern Innovativ ist Lotse für Unternehmen, um regionale, deutsche und europäische Förderprogramme anzuzapfen. Bsp: Bundesförderung für „Energieberatung im Mittelstand (EBM)“. Mit Zuschüssen unterstützt der Bund KMU bei der Inanspruchnahme qualifizierter Energieberatungen. Informationsdefizite abbauen, Einsparpotentiale identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Unternehmen aufzeigen „Förderwegweiser Energieeffizienz“
  • Die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlage, z.B. auf der Freifläche im Westen des Ortes südlich der Bahnlinie. 
  • Ausbau PV auf allen möglichen Dächern der Gemeinde
  • Förderung von Grundwasserwärmepumpen als ökologisch beste Lösung, sofern der Strom dafür auch regenerativ gewonnen wird.
  • Förderung von Luftwärmepumpen oder Solarthermie zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung
  • Ausbau des Beratungs- und Förderungsangebots zum Ersatz alter Heizungsanlagen (ohne jegliche Förderung für fossile Brennstoffe)
  • Car Sharing für Gröbenzeller Unternehmen

Thomas Decker:

Wie sehen sie die derzeitige Situation des Einzelhandels in Gröbenzell. Besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf? Wenn ja, wie?

Ingo Priebsch:

  • ISEK stärkt das Zentrum durch Aufwertung, Begegnungsflächen und Plätze  
  • Im Gewerbegebiet erfüllen der Edeka und Kaufland in keiner Art und Weise Ansprüche an moderne LEH-Flächen. Das regionale und Bio-Angebot ist zu klein, die gesamte Waren-Präsentation veraltet. REWE-City ist typischer Kleinflächen Nahversorger und sehr wichtig. Ist Käufermagnet für die gesamte Strasse. Netto in der Bahnhofstrasse ist veraltet, gehört Edeka.
  • Aldi und Lidl verbessern ihr bio- und regionales Angebot und sind wichtige Einkaufsstätten für besonders preissensible Kunden – aber keine inhabergeführten Läden
  • Bis jetzt sind Dienstleistungen wie kostengünstiger Einkaufsservice Mangelware in Gröbenzell.
  • Bürgerschaftliches Engagement, z.B. mit dem Schlagwort „Jung hilft Alt“ fördern. Bis jetzt gibt es einen Lieferservice von Ökokiste und anderen.
  • Einzelhandelsgeschäfte zu dieser Dienstleistung motivieren. Viele Senioren verfügen über erhebliche Kaufkraft. Direkte Ansprache durch den BGM – Marketing durch die Gemeinde: Stichwort. „Seniorenfreundlicher Einkauf“
  • LEH nördlich der S-Bahn schwach, hier sollten wir bei der Gewerbeansiedlung (gerne ökologisch und nachhaltig) Bahnhofstrasse besonders achten – BGM-Aufgabe
  • Vernetzung Gewerbegebiet und Innenbereich durch Leihradstationen und E-Rikschas für Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
  • Innovative Parkraumbewirtschaftung (Handy-Zahlung) im Innenbereich
  • LED-Strassenbeleuchtung im Innenbereich
  • Im bisherigen GM keine LEH-Kompetenz (Bsp.Edeka-Anfrage und Sortimentsbeschränkung, bzw. Sortimentsvorgabe )
  • Mehr Erlebniseinkauf, Marktsonntage und Vernetzung mit weiteren Events wie Gröbenzeller Konzertnacht u.ä.
  • Unterstützung bei der Ansiedlung nachhaltiger Konzepte wie Unverpackt-Läden oder „First Class Second Hand“ Läden – direkte Ansprache durch den BGM, keine gemeindliche Leitung
  • Unterstützung von Initiativen die der Vermeidung von Einwegprodukten und kurzlebigen Konsumgütern – insbesondere aus Kunststoff – dienen, z.B. Stofftaschensammelaktionen, Kleidertauschbörsen, Repair Cafés oder auch Pfand- und Rücknahmesysteme für Coffee-to-go-Becher.
  • Fair-Trade Gemeinde zieht noch nicht richtig
  • Initiativen zur Reduzierung von Verpackungsmüll beim Einkaufen gezielt unterstützen.
  • Idee: Gemeindepreis-EH für die beste ökologische Innovation
  • Einheitliche Ladenöffnungszeiten in der Bahnhof- und Kirchenstraasse
  • MVG-Rad weiter ausbauen. Z.Zt. fünf Stationen geplant

Thomas Decker:

Wie sehen sie den derzeitigen Stand der Infrastruktur für die Selbstständigen. Wie und was würden sie anpacken?

Ingo Priebsch:

  • Schulen, Kita, Kindergärten (wichtig für AN) grundsätzlich ok
  • Grundsätzlich Anbindung an München und durch die A8 Richtung Westen gut.
  • Flächendeckende Versorgung Gröbenzell mit mindestens 100 Mbit. (Bsp Puchheim: Bundesförderprogramms für die Verbesserung des Breitbandausbaus wurde der Stadt Puchheim eine Zuwendung von 50.000 für Planungs- und Beratungsleistungen zur  Erstellung eines Masterplans)
  • 5G-Ausbau in Gröbenzell erst, wenn es eine klare Position zu den Ausbauern und Betreibern gibt (Stichwort: Huawei)
  • Bessere Verbindung zum Gewerbegebiet durch LED, Radwege, Ringbus und E-Rikschas, ggf. Shuttle on Demand
  • Hotelbau an der S-Bahn – Kaufkraft anlocken durch Messe- und Wiesnbesucher

Thomas Decker:

Was würden sie gegen den Facharbeitermangel tun und können sie sich Ausbildungsförderungsmaßnahmen vorstellen. Wenn ja, wie?

Ingo Priebsch:

  • Makroebene:  „Spurwechsel“ politisch weiter vorantreiben, Zusammenarbeit mit AK Asyl
  • Qualifizierungschancengesetz nochmals adressieren (letztes Unternehmerfrühstück)
  • Ganztagsschulen, Kita-Plätze dadurch Förderung von Frauen bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben
  • Infoveranstaltung: seit 01.03. Fachkräfteeinwanderungsgesetz, Referent: ZAV, Internationaler Personalservice Bayern
  • Arbeitsplatzbörse oberhalb der Gemeindeebene, nur Gemeinde ist zu kleinteilig, z.Zt. macht jeder sein eigenes Ding
  • Abstimmung der Unternehmen in der Gemeinde bei Stellenausschreibungen – wer könnte für wen interessant sein? DSGVO sicher
  • Unterstützung bei der Integration internationaler Mitarbeiter – InterNations
  • Engere Zusammenarbeit mit Transfergesellschaften
  • Workshop „Retentionmaßnahmen für MA in Gröbenzell“ – als BGM als Referent und Organisator

    Azubis
  • Programm „fit for future” für Azubi mit Ausbildungshemmnissen des ESF (233 €)
  • Mitwohngelegenheiten in Gröbenzell schaffen durch Akquirieren von Zimmern in EFH.

SIG meets Martin Schäfer (UWG)

Vergangenen Montag, am 24.02, fand im Rahmen der „SIG meets…“ Veranstaltungsreihe das vorletzte Treffen mit einem Bürgermeisterkandidaten statt. Diesmal freute sich der Vorstand des SIG e.V. den amtierenden ersten Bürgermeister Martin Schäfer begrüßen zu dürfen, der erneut als Bürgermeisterkandidat für die UWG kandiert.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Selbständigen in Gröbenzell Thomas Decker, stellte sich Herr Schäfer persönlich vor.

Der amtierende Bürgermeister Martin Schäfer begann seine Vorstellung mit seinem persönlichen Weg in die Politik. Im Jahr 2007, nach einer Veranstaltung zum Thema Bahnhofsstraße entschied sich Herr Schäfer damals den Weg in die Politik zu wagen. „Man kann nicht nur meckern, man muss auch was machen“ war sein Satz, mit dem er seine Kandidatur damals begründete. Als einziger gewählter Vertreter der UWG wurde er dann in den Gemeinderat gewählt und bekam die ersten Einblicke in die Kommunalpolitik. Als alleiniger Vertreter konnte er sich nicht wie andere Fraktionen darauf verlassen, dass es für jedes Thema einen speziellen Fachkundigen gibt. „Wenn man alleine ist, dann muss man für alles der Fachmann sein“ erläuterte er weiter. Im Jahr 2014 entschied er sich dann noch einmal für die UWG anzutreten. Diesmal mit einem neuen Team und als Bürgermeisterkandidat. Nach einer Stichwahl gegen die CSU, gewann er damals die Bürgermeisterwahl und wurde zum amtierenden Bürgermeister in Gröbenzell.

Auf die Rückfrage, warum er noch einmal antritt, antwortete Herr Schäfer kurz und knapp „Ich bin nicht fertig, deswegen muss ich weitermachen.“
Mit diesem Satz wurde die Vorstellung beendet und Herr Decker führte über in den Frageteil der Veranstaltung.



Thomas Decker – Thema Kirchen-/Bahnhofstraße:
Wie soll es konkret weitergehen, nachdem ISEK abgeschlossen ist und vermutlich auch der neue Bebauungsplan für die Bahnhofstraße beschlossen wird?

Martin Schäfer:
Herr Schäfer verweist zum Beginn seiner Antwort auf das ISEK, das die Grundantwort auf diese Frage liefert. Er erläutert weiter, dass das ISEK alles erklärt und enthält, was für die Ortsentwicklung essentiell ist. „ISEK ist die Basis, die in den nächsten 15 – 20 Jahren umgesetzt werden muss. Egal von welcher Partei der Bürgermeister gestellt wird“ so Schäfer weiter.

Als erster Punkt ist für Herrn Schäfer natürlich die Bahnhofsstraße ein persönliches Thema. Dieses Thema war damals der ursprüngliche Grund für die Politik und das Thema möchte er gerne zeitnah abgeschlossen sehen, damit es dort zu Bewegung kommt. Er hofft hier darauf, dass der Bebauungsplan, der sich seit Jahren zieht und aufgrund von diversen Änderungen und Anmerkungen immer wieder angepasst werden musste, zeitnah beschlossen werden kann.

Weiter erläutert der amtierende Bürgermeister, dass es während seiner Kandidatur keinen einzigen Grundstückverkauf gegeben hat. „Die Grundstücke in Gröbenzell werden nicht billiger und wir werden immer teurer bauen“ erläutert der Bürgermeister weiter. Daher ist er strickt gegen den Verkauf von Grundstücken aus dem Gemeindebesitz. Allerdings sieht er auch, dass die Gemeindeverwaltung bei allen ihren Aufgaben es nicht im Kreuz hat, alle Grundstücke selbständig zu bebauen. Somit sieht Herr Schäfer Möglichkeiten mit Erbpachtverträgen zu arbeiten oder mit der kommunalen Baugenossenschaft Projekte umzusetzen. Bewegung wird allerdings zügig in das Thema reinkommen, wenn der Bebauungsplan beschlossen ist, da die privaten Eigentümer zügig mit der Bebauung ihrer Grundstücke beginnen werden.

Thomas Decker – Thema Gewerbegebiet:
Wie stehen sie zu einer generellen Parkzeitbeschränkung, nachdem diese in der Danziger Straße eingeführt wurde/wird.

Martin Schäfer:
„Nachdem ich das mit eingeführt habe, sehe ich das Thema natürlich positiv“ beginnt Herr Schäfer seine Antwort. Er erläutert, dass im Schnitt 15 PKWs dauerhaft in der Danzingerstraße geparkt haben. Diese Fahrzeuge wollte man zunächst mit einer Einschränkung auf 8 Stunden verringern, musste jedoch feststellen, dass die 8 Stunden für die anliegenden Betriebe zu kurz waren. So wurde die Parkzeitbegrenzung auf 10 Stunden erhöht, was sich seitdem bewährt. „Die Autozahl hat sich seitdem in der Danzigerstraße halbiert, jedoch verlagert sich das Problem in die anliegenden Straßen“ ergänzt Herr Schäfer. Somit muss für die Zukunft geprüft werden, wie weit und wohin diese Parkzeitbegrenzung ausgeweitet werden kann.



Thomas Decker – Thema Förderung des Gewerbes:
Würden Sie als Bürgermeister gezielt Maßnahmen ergreifen, um die örtlichen Selbstständigen und Gewerbetreibenden zu unterstützen. Wenn ja, wie?

Martin Schäfer:
Bei diesem Thema verweist der amtierende Bürgermeister erneut auf ISEK und die darin enthaltenen Punkte und Ziele. Die Förderung des Gewerbes ist Bestandteil von ISEK und hält hierfür den Bebauungsplan für die westliche Kirchenstraße fest. Als vorbereitende Maßnahme hat die Gemeinde hierfür bereits Vorverkaufsordnung für Bahnhof und Kirchenstraße erlassen.

Damit es jedoch auch schnellere Maßnahmen gibt, möchte Herr Schäfer den Radverkehr in Gröbenzell stärken. Er verweist auf den REWE in der Kirchenstraße, der vor Jahren totgesagt wurde. Doch nun wird dieser stark besucht und die meisten kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Diese Tatsache muss in seinen Augen unterstützen. So möchte der amtierende Bürgermeister zusätzliche Fahrradständer in der Kirchenstraße und besondere Parkplätze für Lastenfahrräder schaffen.
Zusätzlich möchte er das Thema Fassadenbegrünung angenehmen und sich mit der Barrierefreiheit im Ort aktiver auseinandersetzen.

Thomas Decker:
Können sie sich eine gezielte Unterstützung/Förderung durch die Gemeinde bei der E-Mobilität für Unternehmen vorstellen. Welche Maßnahmen sehen sie?
Welche Unterstützung würden sie für Unternehmen bieten, um energieeffizienter zu arbeiten, bei z.B. energetische Sanierung der Gebäudehülle; Einsparungen in der Produktion; Fotovoltaik etc.

Martin Schäfer:
„Ich habe als Unternehmer nie die Politik gebraucht, um die Beste Möglichkeit für mich zu finden“ beginnt Herr Schäfer seine Ausführung. „Wenn etwas für meinen Betrieb wirtschaftlich sinnvoll war, dann habe ich das angeschafft“.
Mit diesem Statement verweist Herr Schäfer auf den Interessenskonflikt der Gemeinde an dieser Stelle. Er sieht bei diesem Thema auch eher die Innungen in der Pflicht als Berater den Unternehmen zur Seite zu stehen. Die Gemeinde können eine Beratung kaum intern stemmen. Gleichzeitig verweist Herr Schäfer auf den aktuellen Datenschutz, der viele neue Ideen und Konzepte unmöglich macht. So ist es zum Beispiel nicht mehr möglich aus den Unternehmen in Gröbenzell eine bestimmte Auswahl zu treffen und diese gezielt anzuschreiben. Somit kann die Gemeinde zum Beispiel noch nicht einmal bestimmte Unternehmen oder Personen gezielt zu einer Veranstaltung einladen.

Thomas Decker:
Wie sehen sie die derzeitige Situation des Einzelhandels in Gröbenzell. Besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf? Wenn ja, wie?

Wie sehen sie den derzeitigen Stand der Infrastruktur für die Selbstständigen. Wie und was würden sie anpacken?

Martin Schäfer:
Die Situation des Einzelhandels in Gröbenzell sieht der amtierende Bürgermeister sehr schwierig. „Die Situation ist sehr komplex, denn eine Handvoll Einzelhändler gestaltet aktiv mit, andere sind nur passiv bei Aktivitäten dabei und der Großteil unternimmt gar keinerlei Handlung. Daher ist es in Gröbenzell schwierig etwas für den Einzelhandel zu tun, da viele Unternehmer kein Interesse zeigen“ erläutert Herr Schäfer die Situation.

Gleichzeitig verweist Herr Schäfer auf die Kooperationen, die für gewisse Aktivitäten benötigt werden. Früher gab es hierfür den BDS. Nachdem sich jedoch ein Teil der Mitglieder im neu gegründeten SIG wiedergefunden haben, sitzt die Gemeinde zwischen den Stühlen. Einerseits gibt es den BDS, der zwar kaum mehr Aktivitäten macht, aber der größere Dachverband ist. Auf der anderen Seite gibt es den SIG mit verschiedenen Aktivitäten, aber hier fehlen die Mitglieder.
Um diese Situation zu lösen möchte der amtierende Bürgermeister gewisse Aktivitäten und Veranstaltungen von den Vereinen auf die Gemeinde und das neue Citymanagement verlegen. So könnte sich zum Beispiel die Gemeinde und das Citymanagement in Zukunft um den Blumenschmuck direkt kümmern.

Thomas Decker:
Was würden sie gegen den Facharbeitermangel tun und können sie sich Ausbildungsförderungsmaßnahmen vorstellen. Wenn ja, wie?

Martin Schäfer:
Beim Thema Fachkräftemangel verweist Herr Schäfer auf die mehr als erfolgreiche Ausbildungsrally, an der Gröbenzell in den letzten Jahren teilgenommen hat. Diese möchte er auf jeden Fall weiterführen, wenn sich Unternehmen aktiv bereit erklären hier wieder als Standorte zur Verfügung zu stehen.
Gleichzeitig verweist er auf das Engagement der Gemeinde Gröbenzell auf dem Berufsinformationsabend in Fürstenfeldbruck, in Puchheim und in den umliegenden Mittelschulen.

Um das Thema Ausbildung in und um Gröbenzell noch weiter in den Fokus zu rücken und mehr Ausbilungsbetriebe sichtbar zu machen, möchte Herr Schäfer eine eigene Ausbildungsmarke mit „ Wir bilden aus“ entwickeln, mit der sich Ausbildungsbetriebe als solche präsentieren können. Diese Marke soll dann auch auf der FFB Schau von allen Unternehmen zur Schau gestellt werden, damit auch dort Interessenten direkt erkennen können, welche Betriebe ausbilden. 

Darüber hinaus möchte er noch eine eigenes Qualitätssiegel für Gröbenzell entwickeln, das mit „Ausbildungsschmiede Gröbenzell“ die Qualität der Ausbildung in Gröbenzell noch einmal deutlich hervorhebt. Herr Schäfer verweist auch darauf, dass alle Betriebe, die sich mit diesem Qualitätssiegel ausstatten gleichzeitig ihre Auszubildenden teilen könnten. So könnten die Azubis auch sehen wie andere Betriebe funktionieren.

Neben den Angeboten für die jüngere Generation, verweist Herr Schäfer auf den durschlagenden Erfolg des Speeddatings, das die Gemeinde veranstaltet hat. Dort haben sich über 120 Bewerber mit unterschiedlichen Betrieben aus Gröbenzell in der Wildmooshalle getroffen und ausgetauscht.
Von diesem Erfolg war nicht nur die Gemeinde Gröbenzell begeistert, sondern auch das Arbeitsamt, das mit vor Ort war.
Nach diesem Erfolg möchte Herr Schäfer so etwas selbstverständlich in Zukunft weiterführen und ausbauen, damit auch Wiedereinsteiger in Gröbenzell eine einfache Chance haben, Betriebe kennen zu lernen.

Als letzten Punkt verweist Schäfer auf das Jobcafé, bei dem sich fünf Betriebe mit Asylbewerbern getroffen haben. Auch das war ein großer Erfolg in seinen Augen, da aus diesem Treffen verschiedene Anstellungsverhältnisse und Ausbildungen resultierten.

Zum Abschluss an das Gespräch bedankte sich Herr Decker für die Antworten des Bürgermeisterkandidaten und eröffnete das anschließende Netzwerken in Sam’s Cantine.

Der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell bedankt sich besonders bei Herrn Martin Schäfer aber auch bei allen Teilnehmern für die Veranstaltung.

Die letzte „SIG meets…“ Veranstaltung findet statt am 09.03. Diesmal mit der Einladung des Bürgermeisterkandidaten der Grünen Ingo Priebsch.

SIG meets Anton Kammerl (CSU)

Vergangenen Montag, am 10.02, fand im Rahmen der „SIG meets…“ Veranstaltungsreihe das dritte Treffen mit einem Bürgermeisterkandidaten statt. Die Selbständigen in Gröbenzell freuten sich den Bürgermeisterkandidaten der CSU Anton Kammerl bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Selbständigen in Gröbenzell Thomas Decker, ging es direkt in die Fragerunde mit dem selbständigen Verleger und aktuellem Gemeinderatsmitglied Anton Kammerl.

Thomas Decker – Thema Kirchen-/Bahnhofstraße:

Wie soll es konkret weitergehen, nachdem ISEK abgeschlossen ist und vermutlich auch der neue Bebauungsplan für die Bahnhofstraße beschlossen wird?

Anton Kammerl:

Herr Kammerl verweist zunächst auf den bereits geleisteten Planungsaufwand und Architektenwettbewerb, der bereits während der Regierungen von Bürgermeister Dr. Rieder begonnen hat und sich über die Amtsperiode von Bürgermeister Rubenbauer bis heute erstreckt. „Wir wollen alle, dass dieser Bebauungsplan schnellstmöglich umgesetzt wird. Eine so gute Planungsgrundlage, wie durch ISEK gab es noch die. Der nächste Bürgermeister muss eigentlich nur abarbeiten was ISEK als Grundlage liefert“, so Herr Kammerl.
Des Weiteren verweist er darauf, dass ca. 60% der Grundstücke bereits der Gemeinde gehören und somit könnten hier zügig die schon längst fälligen Einrichtungen, wie ein betreutes Wohnen oder eine Demenzwohngruppe umgesetzt werden.
„Ich präferiere gemeindliche Einrichtungen, da diese nicht alle gewinnbringend betrieben werden müssen. So können die Einrichtungen ihren wirklichen Zweck am Besten verfolgen“ führt er weiter aus. Allerdings sieht Herr Kammerl das Problem, dass gemeindliche bzw. staatliche Bauprojekte tendenziell teurer sind als private Projekte. In diesem Dilemma wäre für ihn ein Einheimischen Modell denkbar. Hierbei soll die Gemeinde die Grundstücke nur abgeben, wenn garantiert ist, dass die Wohnungen darin für Gröbenzell vorgehalten werden.

Für das Gewerbe sieht er in dem Plan auch bereits genügend zusätzliche Flächen. Nichtsdestotrotz verwies der Kandidat der CSU noch einmal darauf, dass das Gewerbe in Gröbenzell ca. ein Viertel des Haushalts finanziert und dieses somit schützenswert ist.

Auch wenn die Planungsgrundlage sehr gut ist, sieht Herr Kammerl die Zwangsvorschrift von Flachdächern als grundsätzliches Problem und möchte bei den geplanten Riegelbebauungen keinen Zwang für Flachdächer den Bauherren auferlegen.

Als letztes verwies Herr Kammerl noch auf den Zustand in der Kirchenstraße und, dass sich hier auch etwas tun muss und proklamiert, dass „die Gemeinde muss hier Geld in die Hand nehmen und etwas machen. Hier kann man 100-mal mehr machen“. Hier sieht er konkreten Handlungsbedarf bei den nicht gepflegten Bäumen, den wackeligen Pflastersteinen und vor allem bei den illegalen Schmierereien.
Zum Abschluss bekräftigt Herr Kammerl noch einmal mit Nachdruck „Wenn politischer Wille da ist, dann gibt es Stellschrauben, das Kerngebiet wieder schön zu machen“.


Thomas Decker – Thema Gewerbegebiet:

Wie stehen sie zu einer generellen Parkzeitbeschränkung, nachdem diese in der Danziger Straße eingeführt wurde/wird?


Anton Kammerl:

„Bei der Parksituation sind erhebliche Missstände vorhanden.“ So beginnt Herr Kammerl seine Antwort auf diese Frage. Im Anschluss zieht er ein positives Resümee aus dem aktuellen Pilotprojekt in der Danziger Straße und möchte die 10 Stunden Parkzeitbeschränken definitiv ausweiten.
Der CSU-Kandidat beendet seine Antwort ganz klar mit „wir sind es auch dem Einzelhandel überall in Gröbenzell schuldig, hier eine geregelte Situation zu schaffen“.

Thomas Decker – Thema Förderung des Gewerbes:

Würden Sie als Bürgermeister gezielt Maßnahmen ergreifen, um die örtlichen Selbstständigen und Gewerbetreibenden zu unterstützen. Wenn ja, wie?

Anton Kammerl:

Bei diesem Thema sieht Herr Kammerl primär flankierende Maßnahmen durch die Gemeinde. Hierzu zählt für Ihn, dass es keine Anhebung des Hebesatzes geben soll. Gleichzeitig möchte er aufgrund des großen Erfolgs die FFB-Schau in Olching als Gemeinde stärker unterstützen. Hierbei nannte er auch die Möglichkeit einer zusätzlichen eigenen Veranstaltung in Gröbenzell im Freizeitheim. Herr Kammerl stellt sich hier eine Jobbörse im Freizeitheim vor, bei der sich Gewerbetreibende vorstellen und Bewerber sich direkt bewerben können.

Gleichzeitig soll es auch für die Einzelhändler flankierende Maßnahmen geben. Hierzu zählt der Kandidat der CSU zum Beispiel die Stromkästen in der Kirchen- und Bahnhofsstraße, ohne die der Marktsonntag nicht mehr veranstaltet werden kann. Diese Situation muss gelöst werden, damit der Marktsonntag als Großveranstaltung für den Einzelhandel erhalten bleibt.

Als eine weitere Unterstützungsmöglichkeit für kleinere Handwerker, die bisher in einem Gebäude Am Weidegrund gearbeitet haben, sieht er die Option eines Handwerkerhofs inklusive Wohnungen für nicht privilegierte Bürger in Gröbenzell, um das Handwerk am Ort zu halten.

Thomas Decker:

Können sie sich eine gezielte Unterstützung/Förderung durch die Gemeinde bei der E-Mobilität für Unternehmen vorstellen. Welche Maßnahmen sehen sie?

Anton Kammerl:

Bei der E-Mobilität sieht Herr Kammerl ganz klar den Bund in der führenden Rolle. Daher sieht er keine Notwendigkeit für einseitiges Handeln im Hinblick auf die Förderung der E-Mobilität. Nichtsdestotrotz möchte er Anträge von Privatpersonen und Gewerbetreibende zu diesem Thema diese grundsätzlich unterstützen.

Thomas Decker:

Welche Unterstützung würden sie für Unternehmen bieten, um energieeffizienter zu arbeiten, bei z.B. energetische Sanierung der Gebäudehülle; Einsparungen in der Produktion; Fotovoltaik etc.

Anton Kammerl:
Bei der energetischen Sanierung von Gewerbeimmobilien sieht Herr Kammerl flankierende Maßnahmen durch die Gemeinde. Die Wirtschaftsförderung soll bei diesem Thema informativ und beratend auf Unternehmen zugehen und Möglichkeiten erläutern. Für ihn wäre auch die Schaffung einer neuen Stelle für einen eigenen Klimamanager denkbar, der über die Wirtschaftsförderung hinaus auf die Gewerbetreibenden zugeht und das Thema Klimaschutz aktiv im Ort vorantreibt.

Thomas Decker:

Wie sehen sie die derzeitige Situation des Einzelhandels in Gröbenzell. Besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf? Wenn ja, wie?

Anton Kammerl:

Im Grundsatz sieht Herr Kammerl die Situation des Einzelhandels in Gröbenzell recht positiv. Dennoch möchte er für ein attraktiveres Ortsbild sorgen. Hier sieht er die Gemeinde in der Pflicht mit verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen. Hier könne er sich zum Beispiel mehr Deko in der Kirchen- und Bahnhofsstraße vorstellen und eine Modernisierung der Weihnachtsbeleuchtung. Als weitere Maßnahme, um den Einzelhandel zu unterstützen und das Ortsbild zu verschönern, sieht er auch zusätzliche Fahrradständer bis zum Tiroler Hof.

Thomas Decker:

Wie sehen sie den derzeitigen Stand der Infrastruktur für die Selbstständigen. Wie und was würden sie anpacken?

Anton Kammerl:


„Die Infrastruktur ist entscheidend für das Gewerbe und ein schlechtes Internet ist ein Unding. Der Breitbandausbau ist definitiv notwendig“ beginnt Herr Kammerl seine Antwort.
Für ihn ist der Breitbandausbau in Gröbenzell ein Thema, das angegangen werden muss. Allerdings ist der Breitbandausbau nicht alleine durch die Kommune und die Netzbetreiber machbar und nichtzuletzt mit der Hilfe vom Bund möglich. Hier sieht er sich als Kandidat der CSU in einer ganz besonderen Situation, denn die CSU ist die einzige Fraktion, die vom Gemeinderat aus über den Landtag bis in den Bundestag in allen Gremien vertreten ist. Diese Sonderstellung möchte er nutzen um das Thema Breitbandausbau bei den entsprechenden Personen persönlich anzusprechen, damit das Thema nach oben getragen wird.

Thomas Decker:

Was würden sie gegen den Facharbeitermangel tun und können sie sich Ausbildungsförderungsmaßnahmen vorstellen. Wenn ja, wie?

Anton Kammerl:

Das Thema Facharbeitermangel sieht Herr Kammerl grundsätzlich als Aufgabe vom Bund und nicht etwas, was eine kleine Kommune beeinflussen kann. Nichtsdestotrotz möchte er mit dem neuen Gewerbereferenten, der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Gröbenzell und dem Gewerbe in Kontakt mit den Schulen in und um Gröbenzell treten, um neue Möglichkeiten und Ideen zu erarbeiten. Gleichzeitig schlägt Herr Kammerl eine Gewerbeveranstaltung im Freizeitheim vor, bei der sich Gewerbetreibende im Freizeitheim präsentieren dürfen und man so etwas wie eine Jobbörse direkt am Ort veranstaltet.

Zum Abschluss an das Gespräch bedankte sich Herr Decker für die Antworten des Bürgermeisterkandidaten und eröffnete das anschließende Netzwerken in Sam’s Cantine.

Der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell bedankt sich besonders bei Herrn Anton Kammerl und wünscht ihm für die kommende Wahl alles Gute.

Die nächste „SIG meets…“ Veranstaltung findet statt am 24.02. mit der Einladung des amtierenden Bürgermeisters und erneuten Kandidaten der UWG Martin Schäfer statt.

SIG meets Gregor von Uckermann (SPD)

Vergangenen Montag, am 27.01, fand im Rahmen der „SIG meets…“ Veranstaltungsreihe das zweite Treffen mit einem Bürgermeisterkandidaten statt. Die Selbständigen in Gröbenzell freuten sich den Bürgermeisterkandidaten der SPD Gregor von Uckermann bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Selbständigen in Gröbenzell Thomas Decker, stellte sich Herr Uckermann persönlich vor.

Der jüngste Bürgermeisterkandidat im Rennen ist bei dieser Kommunalwahl Gregor von Uckermann mit 30 Jahren. Er wuchs in Gröbenzell auf und entdeckte bereits 2005 sein Interesse für die Politik. Im gleichen Jahr trat er den Jusos in Gröbenzell bei und ist seitdem ein aktives Mitglied bei den Jungsozialisten in Gröbenzell. Nachdem er das Gymnasium Gröbenzell und im Anschluss auch sein Jura Studium inklusive Referendariat erfolgreich absolviert hatte, erfüllte er sich noch einen Lebenstraum und absolvierte die funktionale Gesangsausbildung. Seitdem arbeitet er als freiberuflicher Gesangs- und Stimmtrainer.
Nun möchte er eine weitere Herzensangelegenheit angehen – ein politisches Amt in seiner Heimat Gröbenzell. Daher hat er sich als Bürgermeisterkandidat für die SPD aufstellen lassen. „Meine Vorstellungen für Gröbenzell sind vielfältig“ erklärte Herr v. Uckermann den Anwesenden Gästen.

Weiter führte er aus, dass er viele „Themen [sehe], in denen die Kommune eine große Rolle spielen kann und ganz im Speziellen kann der Bürgermeister einer solchen Kommune sehr viel gestalten. Daher habe ich mich entschlossen mich aufstellen zu lassen“.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde, leitete der erste Vorsitzende Thomas Decker in den Frageteil über.

Thomas Decker – Thema Kirchen-/Bahnhofstraße:

Wie soll es konkret weitergehen, nachdem ISEK abgeschlossen ist und vermutlich auch der neue Bebauungsplan für die Bahnhofstraße beschlossen wird?

Gregor von Uckermann:

„Gröbenzell ist ein Planungsweltmeister aber jetzt muss man endlich in die Umsetzung kommen“ eröffnete Herr v. Uckermann seine Antwort.
Nach den ganzen Jahren der Planung möchte er sich als Bürgermeister konkret dafür einsetzen, dass gemeindlichen Grundstücke für soziale Projekte verwendet werden.  Ein genanntes Beispiel hierfür sind zum Beispiel die Demenzwohnungen.
Hierfür soll die Kreisbaugenossenschaft oder andere Träger wie die Caritas oder AWO bei der Umsetzung helfen. Einen Verkauf von gemeindlichen Grundstücken lehnt er konkret ab, wobei auch Erbpachtlösungen für ihn als Bürgermeister in Fragen kommen würden.
„Die Gemeinde muss nicht alles selber machen aber Bewegung muss ins Spiel gebracht werden, damit endlich etwas passiert“ beendete er seine Antwort.


Thomas Decker – Thema Gewerbegebiet:

Wie stehen sie zu einer generellen Parkzeitbeschränkung, nachdem diese in der Danziger Straße eingeführt wurde/wird?


Gregor von Uckermann:

Grundsätzlich ist der aktuelle Test positiv zu betrachten. Dieser muss jedoch geprüft werden, ob er auch das gewünschte Ergebnis bringt. Ohne Kontrolle, ob die Regelung auch berücksichtigt wird, wird das keinen Effekt zeigen und keinen Mehrwert bringen.
Daher möchte er eine potentielle Ausweitung der Parkzeitbeschränkungen im jetzigen Zeitpunkt weder aktiv unterstützen noch konkret ablehnen.

Thomas Decker – Thema Förderung des Gewerbes:

Würden Sie als Bürgermeister gezielt Maßnahmen ergreifen, um die örtlichen Selbstständigen und Gewerbetreibenden zu unterstützen. Wenn ja, wie?

Gregor von Uckermann:

Grundsätzlich ist eine Chancengleichheit zwischen den Gewerbebetrieben in Gröbenzell anzustreben.  
Hierfür kann beitragen, dass das Wegeleitsystem „wo ist was“ verdeutlicht und ausgebaut wird. Auch wenn es hierzu in den letzten Jahren bereits erste Bestrebungen gab, ist das aktuelle Wegeleitsystem nicht ausreichend und muss erweitert werden.
Gleichzeitig ist das Gewerbegebiet schwer öffentlich zu erreichen. Daher wäre es erstrebenswert sich für ein Ringbussystem in Gröbenzell einzusetzen, das den Gröbenzeller Bahnhof und das Gewerbegebiet enger zusammenbringt.
Aber auch die Mobilitätsstationen sind ein Thema, mit dem das Gewerbegebiet enger mit dem Ortskern zusammenwachsen kann. Wenn jemand ein Fahrrad am Gröbenzeller Bahnhof ausleihen kann und dieses im Gewerbegebiet wieder abgeben kann, ist das nicht nur eine sinnvolle Alternative, sondern auch eine Möglichkeit für den regionalen Klimaschutz.
Bei dem regionalen Klimaschutz ist auch das Thema Ausbildungsbörse anzumerken. Durch das Schaffen einer Gröbenzeller Ausbilungsbörse könnte man in Gröbenzell potentielle Arbeitgeber und Auszubildende näher zusammenbringen, damit auch lange Pendlerstrecken vermieden werden können.

Mittelfristig ist es auch erstrebenswert mit der Gröbenbachschule wieder einen Mittelschulstandort in Gröbenzell zu haben, da dadurch potentielle Auszubildende bereits im Ort zur Schule gehen können und nicht in die Nachbarstädte fahren müssen.

Thomas Decker:

Können sie sich eine gezielte Unterstützung/Förderung durch die Gemeinde bei der E-Mobilität für Unternehmen vorstellen. Welche Maßnahmen sehen sie?

Gregor von Uckermann:

Hier ist der Ausbau der Ladestationen klar im Mittelpunkt zu sehen. Dafür ist die KommEnergie als Energieversorger zuständig und muss zunächst die Infrastruktur in Gröbenzell bereitstellen, bevor über sonstige unterstützenden Maßnahmen nachgedacht werden kann.

Thomas Decker:

Welche Unterstützung würden sie für Unternehmen bieten, um energieeffizienter zu arbeiten, bei z.B. energetische Sanierung der Gebäudehülle; Einsparungen in der Produktion; Fotovoltaik etc.

Gregor von Uckermann:
Der Klimaschutz braucht auch auf kommunaler Ebene einen neuen Stellenwert. Hierfür soll in der Gemeinde eine neue Stelle für einen Klimamanager geschaffen werden. Dieser soll dann alle Themen rund um den Klimaschutz aktiv betreuen und bearbeiten. Gleichzeitig soll dieser Klimamanager als Vernetzer bzw. Kontaktbörse dienen und Gröbenzeller Bürger und Gewerbetreibende zu einem gemeinsamen Austausch bewegen.
Auch beim Thema Klimaschutz sieht Herr von Uckermann ein Kommunikationsthema zwischen der Gemeinde und den betroffenen Personen.
Wie bei vielen anderen Themen muss die Kommunikation mit der Gemeinde und der fachliche Austausch zu speziellen Themen verbessert und ausgebaut werden.

Thomas Decker:

Wie sehen sie die derzeitige Situation des Einzelhandels in Gröbenzell. Besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf? Wenn ja, wie?

Gregor von Uckermann:

Als Gemeinde muss man im Blick behalten, welche Möglichkeiten umsetzbar sind und sich für alle Beteiligten rechnen.  „Auch wenn ein kleiner Elektromarkt in Gröbenzell wünschenswert wäre, muss man hier realistisch bleiben. Wenn die Leute dann weiterhin bei Amazon einkaufen, wird der nicht überleben können“ führt Herr von Uckermann aus. Daher müssen gezielt Gewerbebetriebe angesprochen werden, die ein Potential in Gröbenzell haben. So wäre zum Beispiel ein Sanitätshaus im Zentrumsgebiet eine Win-Win Situation für alle Beteiligten.

Thomas Decker:

Wie sehen sie den derzeitigen Stand der Infrastruktur für die Selbstständigen. Wie und was würden sie anpacken?

Gregor von Uckermann:


Die Infrastruktur für die Gewerbetreibenden sieht Herr von Uckermann grundsätzlich positiv in Gröbenzell. Auch wenn ein Breitbandausbau für Ihn ein wichtiger Punkt ist, um Gröbenzell wettbewerbsfähig zu halten.
Gleichzeitig müsste man prüfen, ob die Änderung von reinen Wohngebieten zu allgemeinen Wohngebieten einen effektiven Vorteil liefern könnte. In vielen Bereichen in Gröbenzell sind bereits kleinere Betriebe im Wohngebiet angesiedelt. Im Hinblick auf die Diskussion um den Bebauungplan 11 sei eine rechtssichere Lösung für die Gewerbetreibenden, die teilweise schon sehr lange existieren und ihre Familie ernähren, im Plangebiet wichtig. Nach der Baunutzungsverordnung seien in reinen Wohngebieten nämlich beispielsweise nicht störende Handwerksbeitriebe nur ausnahmsweise zulässig, wenn diese der Deckung des täglichen Bedarfs für die Bewohner des Gebiets dienen. Im Allgemeinen Wohngebiet sind nicht störende Handwerksbetriebe grundsätzlich zulässig. Man müsse jedes Plangebiet im Einzelfall betrachten. Vielfach besteht Gröbenzell, so teilweise sogar die Eiwosiedlungen, aus Allgemeinden Wohngebieten.

Thomas Decker:

Was würden sie gegen den Facharbeitermangel tun und können sie sich Ausbildungsförderungsmaßnahmen vorstellen. Wenn ja, wie?

Gregor von Uckermann:

Mit den bisherigen Unternehmerfrühstücken ist man auf Unternehmensebene bereits auf einem richtigen Weg sich miteinander zu vernetzen. Man sollte jedoch auch eine Vernetzung zwischen den normalen Bürgern schaffen. An dieser Stelle ist die Ausbildungsbörse erneut zu nennen, die als Plattform etabliert werden soll, auf der sich Gröbenzeller Ausbildungsbetriebe und die potentiellen Auszubildenden finden und vernetzen können.

Zum Abschluss an das Gespräch bedankte sich Herr Decker für die Antworten des Bürgermeisterkandidaten und eröffnete das anschließende Netzwerken in Sam’s Cantine.

Der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell bedankt sich besonders bei Herrn Gregor von Uckermann und wünscht ihm für die kommende Wahl alles Gute.

Die nächste „SIG meets…“ Veranstaltung findet statt am 10.02. mit der Einladung des Bürgermeisterkandidaten der CSU Anton Kammerl.

SIG meets Herrn Grallert

Vergangenen Montag, am 20.01, fand im Rahmen der „SIG meets…“ Veranstaltungsreihe das erste Treffen mit einem Bürgermeisterkandidaten statt. Als erster Bürgermeisterkandidat folgte Hendrik Grallert von der FDP der Einladung der Selbständigen in Gröbenzell.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Selbständigen in Gröbenzell Thomas Decker, stellte sich Herr Grallert persönlich vor.

Der seit 36 Jahren in Gröbenzell lebende Unternehmer ist bereit seit 2007 in der FDP regional und überregional engagiert. Aktuell ist er Vorsitzender des Kreisverbandes und Ortsvorsitzender in Gröbenzell und hat sich nun dazu entschlossen als Bürgermeisterkandidat für die FDP in Gröbenzell anzutreten. Mit dem Satz „es juckt mich in den Fingern“ begann er seine Einführung, warum er Bürgermeister in Gröbenzell werden möchte. „Ich fühle mich hier sehr wohl und weiß sehr genau, dass Gröbenzell kein Standard ist. Nur über das Engagement der vielen Freiwilligen und Vereine ist Gröbenzell das, was es aktuell ist“. Dies möchte er fördern und weiter ausbauen, damit Gröbenzell weiterhin mehr ist als eine Gemeindeverwaltung.

Im Anschluss an die Einführung, leitete Herr Decker über in die vorbereiteten Fragen:

Thomas Decker – Thema Kirchen-/Bahnhofstraße:
Wie soll es konkret weitergehen, nachdem ISEK abgeschlossen ist und vermutlich auch der neue Bebauungsplan für die Bahnhofstraße beschlossen wird?

Hendrik Grallert:
Die Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) ist Ende 2019 abgeschlossen worden. Es wurde vom Gemeinderat auch verschiedentlich einstimmig gebilligt. Das Ergebnis sind viele kurz-, mittel- und langfristige Einzelmaßnahmen, die priorisiert wurden.

Kurz- und mittelfristige Maßnahmen mit hoher Priorität sind u.a.:

  1. Citymanagement zur Stärkung der Geschäftsstraße (Erlebniseinkaufen/Shopping-Nacht/Marktsonntag/Lange Tafel, Projektfonds/einheitliche Öffnungszeiten/Schaufenstergestaltung, Vernetzung/Aktivierung/Imagebildung)Unterführung am S-Bahnhof aufwerten
  2. Radverkehrskonzept umsetzen
  3. Nachnutzung der Polizeiinspektion klären
  4. Aufbau eines Verfügungsfonds (geplant sind 20.000 Euro / Jahr), um private Maßnahmen mit bis zu 50% fördern zu können
  5. Sanierungsarchitekt (SAR) zur Beratung der Bauherren und Erarbeitung von Gestaltungsvorschlägen
  6. Etablierung eines Quartierladens in möglichst zentraler Lage (ggf. Kombination mit Ansprechpartner für Einzelhandel und Senioren Café)
  7. Viele weitere Planungsschritte, z.B. Überprüfung und Aktualisierung der vorliegenden Studie „Belebung des Ortszentrums“ aus dem Jahr 2001 oder Erstellen eines integrierten Verkehrsgesamtkonzepts

Aus Sicht der FDP ist es wichtig, nach langjähriger Planung ins Tun zu kommen. Die  Gemeinde kann (und sollte) zwar im öffentlichen Raum (Straße) und bei gemeindeeigenen Flächen und Immobilien gestaltend tätig werden.

Die großen Hebel haben allerdings die privaten Grundstücks- und Immobilieneigentümer in der Hand. Umso wichtiger ist es, dass die Gemeinde gezielt auf diese zugeht, um sie für die vorliegenden Pläne zu gewinnen. Zu überlegen ist auch, wie über den knapp bemessenen Verfügungsfonds hinaus Anreize für private Investitionen gesetzt werden können.

Auch was die Ansiedlung von Einzelhändlern und Gewerbetreibenden betrifft, sollte die Gemeinde aktiv auf die Suche gehen, geeignete Firmen identifizieren und ansprechen.

Thomas Decker – Thema Gewerbegebiet:
Wie stehen sie zu einer generellen Parkzeitbeschränkung, nachdem diese in der Danziger Straße eingeführt wurde/wird.

Hendrik Grallert:
In der Danziger Straße gilt seit Januar 2020 eine Parkzeitbeschränkung auf 10 Stunden (mit Parkscheibe). Die Idee dahinter ist, die Parkbuchten für Mitarbeiter des Gewerbegebietes zur Verfügung zu halten, statt sie Dauerparkern zu überlassen. Dies halte ich für sinnvoll und kann mir eine Ausweitung vorstellen.

Thomas Decker – Thema Förderung des Gewerbes:
Würden Sie als Bürgermeister gezielt Maßnahmen ergreifen, um die örtlichen Selbstständigen und Gewerbetreibenden zu unterstützen. Wenn ja, wie?

Hendrik Grallert:
Die gezielte Unterstützung der Selbständigen und Gewerbetreibenden vor Ort ist meiner Meinung für die Gemeinde essentiell: Arbeitsplätze vor Ort haben einen positiven Effekt auf Verkehr und Auspendlerquote. Die Gewerbesteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde. Schließlich engagieren sich Gewerbetreibende und Selbständige häufig aktiv in der Gemeinde und haben dabei auch die Mittel, um etwas zu bewegen. Als Bürgermeister möchte ich u.a. folgendes tun:

  1. Aktive Gewerbeansiedlung und -pflege: In der Wirtschaftsförderung sind Marketing und Information das eine. Die Gemeinde sollte aber auch aktiv Firmen, Grundstückeigentümer und Pachtinteressenten identifizieren und ansprechen, z.B. um Lücken im Einzelhandel im Ortszentrum zu schließen oder um Flächen im Gewerbegebiet optimal zu nutzen. Sie sollte zudem immer ein offenes Ohr für bereits ansässige Unternehmer haben und diese z.B. bei Expansionsplänen nach Möglichkeit unterstützen. Dafür ist eine bedarfsgerechte Ausstattung der Wirtschaftsförderung in der Gemeinde notwendig.
  2. Förderungs-Wegweiser: Ob für Gewerbetreibende, Bauherren, Vereine oder die Gemeinde selbst: Es gibt auf europäischer, Bundes- und Landesebene etliche Fördertöpfe und Fördermöglichkeiten. In der Gemeindeverwaltung möchte ich eine Person haben, die den Überblick darüber hat, Förderpotentiale identifiziert, Beratung leistet und konkret beim Ausfüllen der Anträge hilft.
  3. Wirtschaftsförderung als Chefsache: Natürlich ist Wirtschaftsförderung Teamarbeit. Kein Bürgermeister kann alles alleine machen. Gerade bei Verhandlungen mit „großen Playern“ wie an einer Ansiedlung interessierten Mittelständlern, Konzernen wie der Telekom (Stichwort Breitbandausbau), der Stadt München oder der Staatsregierung ist der Bürgermeister jedoch als Ansprechpartner gefordert, um die Wichtigkeit der Anliegen Gröbenzells zu unterstreichen.
  4. Bürgerschaftliches Engagement aus der Wirtschaft stärken: Vereine leisten in Gröbenzell vieles, das die Gemeinde allein nicht stemmen könnte. Die SIG z.B. veranstaltet die Marktsonntage, das regelmäßige Unternehmerfrühstück, das Speed-Dating für Bewerber und Unternehmen sowie Wunschbaum und Weihnachtskugelaktionen. Die gute Zusammenarbeit möchte ich als Bürgermeister fortführen und ausbauen, z.B. auch durch Beteiligung an den Kosten des Marktsonntags.
  5. Gründerwerkstatt: Mein eigenes Unternehmen hat in der Anfangsphase von der Förderung durch das Entrepreneurship Center der LMU profitiert. Durch die Bereitstellung von Räumen und Technik, Beratung bei Gründung und Hilfe mit der Bürokratie, Sachmittel für z.B. Marketing und – nicht zuletzt – Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft im Rahmen einer Gründerwerkstatt könnte Gröbenzell die Entstehung lokaler Unternehmen und Start-Ups fördern. Auch für dieses Projekt sollte sich die Gemeinde Partner vor Ort suchen.
  6. Synergien mit Nachbarn nutzen: Die Wirtschaftsförderung sollte in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden und dem Landkreis geschehen. Gemeinsam sind wir hier stärker und können Firmen auch mehr bieten.
  7. Verwaltung als Partner und Dienstleister: Gegenüber Bürgern und Unternehmen sollte die Gemeinde stets serviceorientiert auftreten. Dazu gehört auch die Digitalisierung der Verwaltung. (Idealerweise in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, vgl. Baden-Württemberg) Insbesondere wollen wir „Gründen in 24h“ ermöglichen. Hierfür wollen wir Kooperationen mit Notaren, Finanzämtern und weiteren Stellen im Landkreis schaffen. Idealerweise sollte es in diesem Zusammenhang einen einheitlichen Ansprechpartner für alles geben.
  8. Gewerbereferent: Als Bürgermeister möchte ich mich für alle hier genannten Maßnahmen einsetzen. Die FDP strebt jedoch außerdem an, den Gewerbereferenten im Gemeinderat zu stellen, um die Umsetzung noch besser begleiten zu können.
  9. Der Gewerbesteuersatz soll nicht erhöht werden.
  10. Gesamtkonzept für Handel und Gewerbe: In Gröbenzell wird viel und manchmal jahrelang geplant. Manchmal ist es wichtig, einfach mal mit der Umsetzung zu beginnen. Nichtsdestotrotz verwundert es, dass es unter den vielen Konzepten meines Wissens nach kein Gesamtkonzept für Handel und Gewerbe in Gröbenzell gibt. In Absprache mit den Gewerbetreibenden möchte ich klären, ob ein solches Konzept erstellt werden sollte.
  11. Weihnachtsmarkt: Persönlich würde ich mich freuen, wenn wir in Gröbenzell einen Weihnachtsmarkt zumindest an den Adventswochenenden etablieren könnten. Dazu möchte ich auf bestehende Initiativen z.B. der Kirche zugehen.

Thomas Decker:
Können sie sich eine gezielte Unterstützung/Förderung durch die Gemeinde bei der E-Mobilität für Unternehmen vorstellen. Welche Maßnahmen sehen sie?

Hendrik Grallert:
Ja. Die Umstellung auf CO2-neutrale Antriebstechnologien ist eine der wesentlichen Herausforderungen beim Klimaschutz. Die Gemeinde sollte durch Förderungen finanzielle Anreize setzen, damit Unternehmen Ladestationen für Firmen-, Mitarbeiter- und Kundenfahrzeuge errichten. Auch wenn der finanzielle Spielraum der Gemeinde nicht groß ist, so lassen sich doch manchmal schon durch Anschubfinanzierungen größere Investitionen erleichtern.

Die FDP möchte zudem auf die Eigentümer von geeigneten Immobilien und Flächen (z.B. große Parkplätze und Dachflächen) im Industriegebiet zugehen, um Möglichkeiten zur Nutzung dieser Flächen für die Photovoltaik auszuloten. (Z.B. Überbauung, Überdachung, oben Photovoltaik, unten Ladestationen)

Zudem möchte ich prüfen, ob Ladestationen für E-Fahrräder in der Kirchen- und Bahnhofstraße eingerichtet werden können.

(Grundsätzlich ist die FDP technologieoffen. Sollte ein Bedarf für z.B. Wasserstoff-Tankstellen entstehen, ist dies genauso zu prüfen bzw. zu fördern.)

Thomas Decker:
Welche Unterstützung würden sie für Unternehmen bieten, um energieeffizienter zu arbeiten, bei z.B. energetische Sanierung der Gebäudehülle; Einsparungen in der Produktion; Fotovoltaik etc.

Hendrik Grallert:
Ähnlich wie bei der E-Mobilität ist auch die energetische Sanierung von Gebäuden ein großer Hebel beim Klimaschutz und der Energieeffizienz. Die Gemeinde sollte zum einen bei den eigenen Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen. Ein finanzielles Anreizsystem für Unternehmen (und Privatleute) zur Gebäudesanierung könnte beim Erreichen der Klimaschutzziele viel bewirken. Dasselbe gilt für energieeffiziente Produktion und die Errichtung von Photovoltaikanlagen.

Die Herausforderung ist hier sicherlich die Finanzierung. Als Bürgermeister werde ich das einmal durchrechnen lassen und aktiv nach Finanzierungswegen suchen.

Denkbar sind aber auch Anreize anderer Art, beispielsweise beim Baurecht, wenn energieeffizient gebaut wird. Schließlich kann auch der weiter oben angesprochene Förderungs-Wegweiser dabei helfen, Geld für entsprechende Maßnahmen zu beschaffen.

Thomas Decker:
Wie sehen sie die derzeitige Situation des Einzelhandels in Gröbenzell. Besteht aus ihrer Sicht Handlungsbedarf? Wenn ja, wie?

Hendrik Grallert:
Wir setzen uns dafür ein, dass die Nahversorgung auch weiterhin in der Ortsmitte und auch nördlich der S-Bahn sichergestellt bleibt. Für einen großen Supermarkt fehlt dort meines Wissens nach die Fläche. Da viele Bürger sich eine Einkaufsmöglichkeit im Norden wünschen, möchte ich aber das Gespräch mit entsprechenden Firmen suchen. Als Bürgermeister möchte ich mich dafür einsetzen, dass sich in der Bahnhofstraße Geschäfte des täglichen Bedarfs in räumlicher Nähe zueinander ansiedeln.

Zur Belebung des gesamten Ortszentrums wäre die Ansiedlung weiterer Einzelhändler von Vorteil. Hier sollte die Gemeinde aktiv auf die Suche gehen. Leerstände möchte ich gezielt beseitigen, das gilt auch im Industriegebiet für den ehemaligen Kik oder die Esso-Tankstelle. Ggf. sollte die Gemeinde ein „Leerstandskataster“ einrichten.

Ein weiterer Baustein kann das im Rahmen des ISEK erarbeitete City-Management sein, also Aktionen wie die verkaufsoffenen Sonntage, Erlebnis-Shopping, Projekte mit den Einzelhändlern, um die Attraktivität des Einkaufsstandorts zu erhöhen sowie Vernetzung und Beratung.

Thomas Decker:
Wie sehen sie den derzeitigen Stand der Infrastruktur für die Selbstständigen. Wie und was würden sie anpacken?

Hendrik Grallert:
Im Bereich Breitbandausbau sollte die Gemeinde schnell die Problemgebiete identifizieren. (Ich selbst brauche in der Walchenseestraße z.B. neben DSL auch noch Internet über Kabelfernsehen, da sonst die Ausfallsicherheit zu häufig nicht gegeben ist.) Im Anschluss muss das Gespräch mit den bereits in Gröbenzell engagierten Firmen (Telekom) gesucht werden. Ggf. muss auch eine eigene, gemeindliche Lösung geprüft werden. Bei anstehenden Straßenbauarbeiten können bereits Leerrohre verlegt werden. Ziel ist die flächendeckende Versorgung Gröbenzells mit mindestens 100 Mbit, besser 1 Gbit. Wir unterstützen zudem den 5G-Ausbau in Gröbenzell.

Im Straßenverkehr setzen wir auf ein gleichberechtigtes Miteinander des motorisierten und nicht-motorisierten Verkehrs. Die Reduzierung des Durchgangsverkehrs sowie die Verringerung der Zahl der Auspendler (Stau zur Rush Hour) sind Mammutaufgaben, die Gröbenzell in Zusammenarbeit mit München und den übrigen Nachbarn vorantreiben sollte.

Das erarbeitete Radverkehrskonzept sollte möglichst bald umgesetzt werden, um den Gröbenzellern attraktive Angebote für die Nutzung des Fahrrades innerorts zu machen. Wichtig ist hier vor allem die Olchinger/Augsburger Straße sowie die Durchlässigkeit in Nord-Süd-Richtung. (Unterführungen unter S-Bahnhof, Unter- und Überquerung der Olchinger/Augsburger Straße, ggf. weitere Unterführung unter der S-Bahn)

Die Umsetzung der ISEK-Planungen für die Kirchen- und Bahnhofsstraße, insbesondere der niveaugleiche Ausbau, sollte das Ortszentrum besser erreichbar und zugleich attraktiver machen.

Thomas Decker:
Was würden sie gegen den Facharbeitermangel tun und können sie sich Ausbildungsförderungsmaßnahmen vorstellen. Wenn ja, wie?

Hendrik Grallert:
Bestehenden Initiativen und Vorschlägen wie z.B. dem Speed-Dating, der Präsenz Gröbenzells auf der FFB-Schau, einer Ausbildungsmesse oder Online-Ausbildungsplatzbörse stehe ich offen gegenüber und möchte diese weiter fördern. Dabei möchte ich immer Kooperationen mit unseren Nachbargemeinden sowie die Effizienz im Auge behalten. Eine Ausbildungsplatzbörse, die sich allein auf Gröbenzell beschränkt, wäre z.B. für Ausbildungsplatzsuchende aus der Region nur eingeschränkt attraktiv. Zudem müsste man deren Auffindbarkeit sicherstellen (Suchmaschinenoptimierung).

Die Gemeinde sollte jedoch ihre Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden unterstützen. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung könnte ich mir Beratungsangebote wie z.B. die Vermittlung von Best Practices in der Mitarbeitergewinnung vorstellen. (Formulieren und Streuen von Stellenanzeigen, Pflegen von Mitarbeiterbewertungen, Halten von Mitarbeitern) Bei diesem Thema steht der Gemeinde selbst schließlich viel Arbeit bevor. Aufgebaute Kompetenzen sollte sie mit den Gewerbetreibenden teilen.

Ich begrüße die Weiterbildungsangebote der VHS in Zusammenarbeit mit der Westallianz insbesondere für Berufstätige und Selbständige. Dieses Angebot sollte ausgebaut werden.

Prüfen möchte ich einen Wohngeldzuschuss für Auszubildende. Die FDP setzt bei der Wohnungsförderung seit jeher auf „Subjekt- statt Objektförderung“. Vielleicht wäre dies ein Weg, Gröbenzell für Auszubildende besonders attraktiv zu machen.

Grundsätzlich ist der Fachkräftemangel ein Thema, das größer ist als die Gemeinde Gröbenzell und auch langfristig angegangen werden muss. Gesellschaftliche Entwicklungen, denen wir uns in diesem Zusammenhang stellen müssen, sind z.B. Ganztagsschulen, Ausweitung und Verbesserung der Kinderbetreuung, Förderung von Frauen z.B. bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben nach der Elternzeit und nicht zuletzt der Zuzug (Wohnungen!) und die Zuwanderung von Fachkräften, auch aus dem Ausland.

Zum Abschluss an das Gespräch bedankte sich Herr Decker für die Antworten des Bürgermeisterkandidaten und eröffnete das anschließende Netzwerken in Sam’s Cantine.

Der Vorstand der Selbständigen in Gröbenzell bedankt sich besonders bei Herrn Grallert aber auch bei allen Teilnehmern für die Veranstaltung.

Die nächste „SIG meets…“ Veranstaltung findet statt am 27.01. mit der Einladung des Bürgermeisterkandidaten der SPD Gregor von Uckermann.